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PostAuthorIconGeschrieben von: Eduard Repp | PDF | Drucken | E-Mail

Das Haus von damalsUnser Ahnensitz ist in einem kleinen Ort namens Sohland an der Spree im Osten Sachsens, einem der größten Dörfer Deutschlands. Die Landschaft heißt Oberlausitz, ist gekennzeichnet durch die bewaldeten Berge, ist gleichzeitig rau und schön. Das Klima ist strenger, alles kommt etwas später als zum Beispiel 15 Kilometer weiter weg. Es gibt so gut wie immer eine Schneegarantie, im Ort gibt es einen Skilift und es werden Loipen gespurt. Da wir vorhatten, im Winter Ski zu laufen und den Schnee unbedingt haben wollten, war das ein wichtiges Argument für uns (Gott, wie naiv wir doch waren!!!).

Unser Land ist 4,3 Ha groß (in Worten: 43.000 Quadratmeter), zum Zeitpunkt des Kaufs waren allerdings 3,7 Ha an die örtliche Agrargenossenschaft (Ehemals LPG) verpachtet. Inzwischen haben wir 2.000 qm aus dem Pachtvertrag rausnehmen können, auf denen wir hauptsächlich alles anbauen. Unser Waldstück ist 2.500 qm groß und liegt etwa ein Kilometer vom Haus entfernt.

Das Haus ist 1868 gebaut,Die große Scheune so manches scheint seit dem nicht verändert worden zu sein. Von Innen hat es den Charakter eines Umgebindehauses, von Außen ist es allerdings verputzt. Dies hat den Vorteil, dass das Haus keinen Denkmalschutz besitzt, wir sind also an keine Einschränkungen gebunden. Auf dem Grundstück steht eine große mehrstöckige Scheune, deren Umbau wir noch planen.

Im Juni 2006 gab es ums Haus herum außer den Obstbäumen nur kurz gemähten Rasen. Wir waren noch bis Ende September an unseren Laden gebunden, nach dem Umzug das erste Experiment - Kartoffeln in der Wiesewollten wir aber doch schon etwas ernten. So haben wir uns vorher im Internet 12 verschiedene Sorten Kartoffeln besorgt, darunter auch richtig alte und exotische. Wir haben mit dem Spaten einen Kreuz in die Rasenfläche reingestochen, die Enden angehoben und immer eine Kartoffel reingelegt. Wir haben auch zu denen gesagt, dass sie nun auf sich selbst gestellt sind und sich durchkämpfen sollen.

Wir konnten es kaum erwarten, endlich auf unser Land umzuziehen!

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