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Gefunden!
Passierte im Jahr davor so gut wie nichts, überschlugen sich jetzt plötzlich die Ereignisse. Eine Woche vor Ostern haben wir noch Mal die Immobilien-Angebote im Internet durchgeschaut. Dabei haben wir jegliche Einschränkungen herausgenommen, die Entfernung spielte keine Rolle mehr. Wir haben dann in Sachsen 2 Objekte gefunden, die interessant und vor allem bezahlbar waren.
Wir haben sofort angerufen und Besichtigungstermine für Ostern vereinbart, damit wir nicht extra den Laden schliessen mussten.
Das Erste Objekt war ein Dreiseiten-Hof mit 3 Gebäuden und 1,5 Ha Land. Es war in der Nähe von Chemnitz in einem Ort namens Penig, meines Wissens der einzige Ort, der eigene Amerika (als Ortsteil) hat. Wir sind schon am Abend vorher angekommen und haben in einem Hotel mitten zwischen den Feldern übernachtet. Zum ersten Mal im Leben sahen wir in einem Hotelzimmer eine Dose Insekten-Spray mit dem Hinweis daneben: "Bitte die Mücken nicht erschlagen, da die Blutspuren an den Wänden wirklich nicht schön sind".
Am nächsten Tag waren wir mit dem Makler verabredet. Um 10 Uhr am Karfreitag war der Ort wie ausgestorben. Der Makler kam eine Stunde zu spät und war überrascht, dass wir überhaupt gekommen waren. Er hielt es wohl für einen Scherz. Dafür war er dann umso eifrieger bei der Sache.
Eine Wohnung in den 3 Häusern war bewohnt, es gab aber weder Mietvertrag noch Miete. Wir müssten den Bewohner wohl akzeptieren, allein aus Gewohnheitsrecht... Das Land ging in einem spitz zulaufenden Keil den Berg rauf und war mit einem Wald bewachsen. Das war ok, der Makler sagte aber, wir sollten sonntags dann lieber nicht dort oben spazieren gehen, direkt dadrunter sei die Schießanlage des Schützenvereins... Ist doch eine Traumlage für einen Ahnensitz, wenn man nicht aufpasst, kann man sie (die Ahnen) eher wiedersehen, als einem lieb ist!
Das zweite Objekt war noch weiter östlich gelegen, in einem Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien. Der Termin war erst am Sonntag, so dass wir genügend Zeit hatten, den Ort und die Umgebung zu erkunden. Wir hatten einige Leute kennengelernt und waren begeistert, dass wir sie verstehen konnten (ist keine Selbstverständlichkeit, in Penig haben wir mit 3 Passanten versucht uns zu unterhalten, wir haben kein Wort verstanden!).
Noch bevor wir das Haus und das Land gesehen haben, haben wir uns schon in die Landschaft und den Ort verliebt. Lange Rede, kurzer Sinn, wir haben sofort zugestimmt und einen Tag nach Pfingsten (06.06.06) den Kaufvertrag unterschrieben.
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