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Unsere Vision
Unser Ziel ist eine immer größere, im Idealfall eine vollständige Unabhängigkeit jedes einzelnen Mitglieds der Gesellschaft. WIR können nur dafür sorgen, dass WIR unabhängig werden und es allen anderen vorleben.
Diese Unabhängigkeit soll sich auf folgende Lebensbereiche erstrecken (kann jederzeit ergänzt werden):
- Sebstversorgung mit den Lebensmitteln
Hier haben wir schon sehr gute Ergebnisse. Dieses Jahr haben zum ersten Mal seit 3 Jahren wieder Kartoffeln gekauft, weil wir letztes Jahr schlechter kalkuliert haben und dann eine schlechtere Ernte hatten. Unsere Äpfel halten sich bis in den April und unsere Kühltruhe versorgt uns mit dem eigenen Gemüse das ganze Jahr über.
- Energie-Unabhängigkeit
Wir nutzen noch Strom und beziehen Wasser von den Kreiswerken. Sollte aber Strom ausgehen - wir würden weder erfrieren noch verhungern. Unser Kachelofen und der Küchenherd brauchen kein Strom, um Wärme zu liefern und uns das Essen zu bereiten. Das Holz liefert unser Wald, als Ersatz wachsen immer mehr Weiden, Birken und Pappeln auf unserem Grundstück. Vor dem Haus haben wir einen Brunnen mit einer Schwengelpumpe.
- Ressourcen-Unabhängigkeit
Da sind wir noch am Anfang unseres Weges. Wir wollen uns noch viele Fertigkeiten aneignen. Tarja will zum Beispiel Wolle spinnen lernen, um Kleidung herzustellen. Die Wolle bekommen wir jetzt schon von den Nachbarn geschenkt, da sonst keiner sie verwendet. Mir macht es Riesen-Spaß, die alten Möbelstücke aufzuarbeiten. Was noch heile ist und verwendet werden kann, wird nicht immer weggeschmissen. Nur weil der Rest der Welt unbedingt einen Flachbildschirm sich anschafft, müssen wir nicht unseren Röhrenmonitor entsorgen. Er verbraucht zwar mehr Strom, es wäre aber viel größere Energieverschwendung, ihn durch einen neuen zu ersetzen, solange er funktioniert. Eine Hof-Einfahrt, mit eigenen Händen aus alten Ziegeln gepflastert, macht mir viel größere Freude als es irgendeine andere Art machen könnte.
- Gedanken-Unabhängigkeit
Wir haben aus Dortmund einen Fernseher mitgebracht. Wir konnten ihn nicht anschliessen, da wir zwar eine SAT-Schüssel, aber keinen Receiver hatten. So liessen wir ihn auf dem Dachboden stehen, wo er immer noch steht. Die Schüssel haben wir auch schon abgebaut. Wir betreiben Nachrichten-Hygiene, denn es gibt so wenig gute Nachrichten in den Medien. Manch anderer sagt: "Wir müssen uns doch informieren!" Müssen wir das? Jemand sagte zu mir, es gibt nur 2 Gründe, die Katastrophen-Meldungen zu verfolgen. 1. Man ist vom Beruf Arzt, mindestens Sanitäter. Dann schnappt man den gepackten Koffer und nimmt den ersten Flieger ins Katastrophengebiet. 2. Man schnappt den vorausgefüllten Check, trägt die Summe und die Empfänger-Stiftung ein oder überweist gleich online den Betrag an die Betroffenen. Die restlichen Nachrichten-Schauer lindern auf keinen Fall die Leiden der Betroffenen. Mehr noch, indem die Medien, oder besser gesagt, die Leser und Zuschauer nach Katastrophenmeldungen gieren, ziehen sie immer mehr Katastrophen ins Dasein.
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